Das Hundeohr

By Lila Lotte - 4.1.14

linkes Schlappohr,umgeklappt
Hege oder Pflege des Ohres-ist hier die Frage.
Bei uns gibt es ein Paar Stehohren und bekanntlich 3 paar Schlapp bzw Hängeohren.

In der Regel reinigen sich Hundeohren von allein,also ist nicht nur Bonjo selbstreinigend ;-).
Leider übertreiben es aber viele Hundehalter mit der Pflege des Ohres.
Während Stehohren ausreichend "gelüftet" werden,kann es bei Schlappohren schon einmal zu Problemen kommen.Diese äußert der Hund durch vermehrtes intensives Kratzen und schütteln des Kopfes.Eventuell kann auch eine kurzzeitige Schieflage des Kopfes auftreten.Bei länger anhaltenden Symptomen sollte man natürlich unbedingt einen Tierarzt aufsuchen.
Nicht immer steckt hinter diesen Anzeichen eine ernsthafte Erkrankung des Ohres,vielmehr wird durch diese Aktivitäten des Hundes auch Schmutz aus dem Innenohr hinaus geleitet.
Man kann dem Hund auch äußerlich etwas helfen,indem man die Ohren vorsichtig seitlich vom Kopf wegführt und sie in der "Mitte" leicht zwischen die Finger nimmt und die Ohren etwas auf und ab knetet.
Diese Massage eignet sich auch bestens zur allgemeinen Entspannung.
Auch im Hundeohr existiert Ohrenschmalz.Oftmals wird dieser jedoch als Schmutz wahrgenommen.
Entfernt man fälschlicherweise diesen Schutz,führt dies höchstwahrscheinlich zu Reizungen und Entzündungen des Ohres.
Wer selber schon einmal in den Genuss von Ohrenschmerzen gekommen ist,kann sicherlich nachvollziehen,welche Schmerzen dann auch der Hund erleidet.
Dennoch muss natürlich regelmäßig kontrolliert werden.
Hier eine kleine Check Liste:

  • sind die Ohren heiß
  • riecht das Ohr unangenehm
  • ist dunkler Schmutz zu sehen                                   
Dann sollte man einen Termin beim Tierarzt vereinbaren.Denn ein nicht intaktes Ohr kann auch sehr schnell zur Brutstätte von Milben werden.

Woran erkennt man ein gesundes Ohr?

  • keine Wärmeentwicklung
  • das Ohr wirkt "sauber",man nimmt keinen üblen Geruch wahr
  • der Hund zeigt keinerlei Juckreiz oder ähnliche Anzeichen
Bei einigen Rassehunden kommt noch hinzu das der Haarwuchs im Ohrbereich regelmäßig entfernt werden sollte.Die Haare in nächster Nähe sorgen dafür das noch weniger Staub in das innere des Ohres gelangt,jedoch sorgt es im Aussen sowie im Mittelohr auch für ein sehr warmes Klima.Besonders die Selbstreinigung der Ohren kann durch ein eventuelles verstopfen der äußeren Haare beeinträchtigt werden.
Einige Hunde haben im Aussenohrbereich viele kleine Häärchen zu sitzen.Diese fangen den feinen Staub ab,bevor er in das Ohr weiter wandern würde.
Aber gerade diese sehr feinen Häärchen können bei manchen Hunden zu Juckreiz führen.

Wo kann,- oder sollte man das Hundeohr überhaupt selber reinigen?

In der regel reinige helfe ich,wenn ich Veränderungen bemerke,nur im Aussenohr,also dem beweglichen Teil des Ohres selber.
Gelegentlich kann sich bereits raus beförderter Schmutz in den kleinen Knorpeln festsetzen.
Dort helfe ich mit einem Q-Tip der in lauwarmes Wasser getupft worden ist etwas nach.
Ebenso wische ich bei Lila gerade im Sommer den Ohrlappen,also den Bereich wo die ersten feinen Häärchen wachsen mit einem feuchtem nicht fusselnden Tuch von innen nach aussen einmal ab.
Das ist für mich das höchste der Gefühle.
Da unsere Hunde im Rudel die Möglichkeit haben,sozial zu agieren,kommen alle gelegentlich in den Genuss einer natürlichen Ohrreinigung ;-).

Ansonsten hatten wir bisher nie Auffälligkeiten die eine Behandlung nach sich zogen.
Denn weniger ist eben doch meistens mehr.
Und von all den Pflegemitteln die einem in jedem Tiershop entgegen strahlen,halte ich auf Grund der Inhaltsstoffe recht wenig.
Aber da hat sicher jeder einen anderen Blickwinkel.

Und wie sehen sie aus,eure Ohren? ;-)







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17 Kommentare

  1. Meine Ohren sind sauber - wenn sie auch nicht immer zu 100 Prozent funktionstüchtig sind, meint das Frauchen. Ich weiß gar nicht, warum sie so denkt *grübel*

    Aber mit Q-Tips und Co. quält sie mich nicht. Die angesprochene Massage bekomme ich beim täglichen Kraulen immer mal mit eingebaut und genieße sie sehr und bei den Friseurbesuchen werden die Härchen im Ohr fachfraulich herausgezupft. Dann ist das Ohr nackt und Schmutz ist gut erkennbar, aber nicht vorhanden. Gibt schließlich viel schönere Stellen, wo man sich schmutzig machen kann ;) Ach ja, ich habe die bekannten Kippohren.

    Wuff-Wuff Chris

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    1. Wie man das nun wieder verstehen soll...naja manchmal sollen wir ja auch nicht so hören wie Frauchen sich das vorstellt..und das trotz sauberer Ohren ;-).
      Fachfrauliches Haare entfernen,gut das du so viel Service Personal hast.
      Das mit dem auswischen meines Ohres ist gar nicht schlimm,
      eher sehr angenehm ;-).
      Auf saubere Ohren,
      stubser lila

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  2. In Ohr und WC ist alles oK... ;)

    Linda hat zwar ein dunkles, aber sauberes Ohr. Bislang hatte sie damit auch noch nie Probleme. Auch Kim war in dieser Hinsicht pflegeleicht, wenn er auch mehr Dreck zu produzieren schien. Er fand es immer total angenehm, wenn ich ihm mit einem Ohrenstäbchen die knorpeligen Teile gereinigt habe. Aber da befand er sich schon im 10. Lebensjahr. Vorher hatte ich mir da auch nie zu schaffen gemacht.

    LG Andrea und Linda

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    1. Jetzt ist die WC-Ente wahrscheinlich arbeitslos geworden ;-).
      Schön das Linda`s Ohren ebenfalls pflegeleicht sind.
      Lila liebt das,denn diese kleine Knorpelstelle schafft es nicht von alleine den Schmutz weiter zu leiten,das führt natürlich zu Juckreiz,also wird nachgeholfen.
      Vielleicht hängt die Ohrenschmalz Produktion auch mit der Größe des Hundes zusammen?.
      Liebe Grüße vom Sauberohr Team ;-)

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  3. Ein sehr interessanter Post, liebe Johanna. Ich reinige Sockes Schlappohr regelmäßig mit feuchten Tüchern oder auch mal mit demn Q-Tip, so wie von Dir beschrieben. Der TA entfernt die im Ohr liegenden und tiefsitzenden Haare, um einen Milbenbefall, wie Socke ihn hatte, als sie zu uns kam bekommt. Ansonsten sind hier Schnüffelproben und das gelegentliche Lüften des Ohres - beim Schmusen - angesagt. Das Kneten der Ohren machen wir auch regelmäßig, da Socke es liebt. Bei dem letzten Jucken des Ohres haben wir mit etwas Pflanzenöl des Verursacher aus dem Ohr entfernt.....

    Viele liebe Grüße

    Sabine mit Socke, deren Ohren tipp topp sind

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    1. Auch bei uns wird regelmäßig gelüftet was das Schlappohr hergibt ;-).
      Mit Milben hatten wir GsD noch nie zu tun,hoffentlich bleibt das auch so.
      Das Öl bildet ja eine ebenfalls eine gleitfähige Schicht,vielleicht wird der Schmutz,wenn denn mal welcher da ist,so auch einfacher raus transportiert?.
      Liebe Grüße
      Johanna und Lila

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  4. Ich habe auch dunkle Ohren .... und ich finde die sind toll! Manchmal tut meine Vi die ein wenig auswischen aber das kommt nur ganz selten vor. Aber ein bisschen dreck ist da immer drin aber dreck reinigt ja auch ;) Aber ein sehr toller Beitrag, Danke :)
    Schlabbergrüße Bonjo

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    1. Eben,ihr habt`s erkannt ;-).
      Stubser Lila

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  5. Toller Post! Ambers Ohren sind auch sauber, wir machen da nichts außer kontrollieren. Bisher mussten wir auch noch nicht nachhelfen ;)

    Liebe Grüße, Carolin

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    1. Das ist ja super.
      Bei uns wird auch nur bei Lila mal nachgeholfen,die übrigen Ohren schaffen das von alleine ;-).
      Liebe Grüße Johanna

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  6. Wir putzen uns unsere Schlappohren selber. Alle sauber. Außerdem empfinden wir die Ohrmassage als sehr angenehm. Das ist dann Frauchens Aufgabe.
    Liebe wauzis von Emma und Lotte

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    1. So ist die Arbeit bei euch beiden gerecht aufgeteilt.
      Und die Ohrmassage ist einfach himmlich ;-).
      Stubser Lila

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  7. Das ist ja interessant, ich hatte eigentlich gelesen dass man Stehohren mehr reinigen muss als Hängeohren, weil da schneller Dreck reinkommt. Von unserer Züchterin wurde uns sogar nahegelegt Genkis Ohren jede Woche (!) mit Q-Tips zu reinigen. Das machen wir zwar nicht, sondern schauen eher regelmäßig rein wie dreckig sie aussehen und putzen dann bei Bedarf, aber das ist schon so alle 1-2 Monate und da kommen auch ordentliche Dreckklumpen raus! Das Innenorh putzen wir dabei in der Regel auch mit Ohrspülung. Ist zwar etwas brutal (Flüssigkeit ins Ohr, Hund schüttelt sich, Dreck kommt rausgeflogen), aber wenn ich sehe was für Dreckklumpen da noch Mal rausgeflogen kommen, denke ich schon jedes Mal dass das Mal wieder nötig war.

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    1. Ich glaube das hat auch viel mit der Größe und der Fellbeschaffenheit zu tun.Conrad hat sehr große Stehohren aber ausreichend Fell,auch vor dem Ohr als Schutz vor Verschmutzungen.Und unser Tierarzt staunt immer das er so saubere Ohren hat.Aber er hat auch noch nie Probleme gehabt.
      Bei Genki sieht das mit dem Schutz,durch sein sehr kurzes Fell wahrscheinlich schon anders aus.Wenn man sich Rasseportraits ansieht,wird auch immer auf die Ohrenreinigung hingewiesen.Aber mir ist nicht ganz klar warum.Vielleicht liegt es wirklich am kurzem Fell?.
      Ansonsten gilt es noch auf die Farbe und Beschaffenheit des Schmutzes zu achten:
      Extrem fettiger Dreck könnte auf eine Ohrenentzündung hindeuten und rot-brauner leicht krümeliger Schmutz auf Milbenbefall.
      Auch wenn die Ohrspülung bestimmt wahnsinnig unangenehm ist,ist es sehr sinnvoll,denn so kommt wirklich der gesamte Schmutz auch raus und sammelt sich nicht im Innenohr vermehrt an.
      Liebe Grüße
      Johanna mit Lila

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  8. Toller Post!Alba hat ständig mit ihren Ohren zu tun (wie wir jetzt wissen kommt das von ihren Allergien).In regelmäßigen Abständen werden ihre Ohren mit einem Ohrreiniger und Feuchtigkeitstüchern gereinigt.Reinigen rein,einmassieren,Feuchttuch um den Zeigefinger und schön tief rein in's Ohr und den Dreck raus holen.Wenn ich das nicht mache,bekommt Alba heftige Entzündungen im Ohr. :( Den Reinigen hole ich immer beim TA da ich mit den Handelsüblichen Vertretern aus den Zoofachgeschäften schlechte Erfahrungen gemacht.Zum Glück hat Fleu keine Probleme mit ihren Stehöhrchen.*puh*
    Liebste Grüße
    das Wunschhund Frauchen

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    1. Danke,
      gut das du den Reiniger vom TA holst,denn in den ganzen Pflegemitteln die man so kaufen kann,ist wirklich meistens nur Mist drin,der eher noch schadet als nützlich zu sein.Speziell Baby Feuchttücher sollen wohl die "besten"sein,weil dort kaum schädliche Inhaltsstoffe enthalten sind.Und Schmutz-Ablagerungen führen dann logischerweise zu Reizungen und Entzündungen.
      Vielleicht sind Stehohren ja doch die besseren Ohren?;-)
      Liebe Grüße
      Johanna mit Lotti

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  9. In meiner Flitzpiepentruppe lebt Klein-Lyn, die putzt allen die Ohren;-)

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